Die "Hohe Straße" -
ein Überlandweg am Pulsschlag der Jahrtausende
Auf der ehem. "Hohen Straße" gelangt der Pilger über die Weiler
Herrentierbach, Simmetshausen, Geroldshausen ins Jagsttal zu der alten
Jagstbrücke in Heimhausen.

Heimhausen. Historische Brücke über die Jagst
Diese historische, vorgeschichtliche Handelsstraße führte auf der Höhe zwischen Jagst und Kocher von Rothenburg ob der Tauber nach Bad Wimpfen. An einigen markanten Stellen wird der Pilger auf diesem uralten Verkehrsweg wandern. In seiner Nähe befinden sich zahlreiche Grabhügel aus der Hallstattzeit, also aus der Zeit von etwa 800 bis 500 v. Chr. Diese standen sicherlich mit Siedlungen in Verbindung. Die "Hohe Straße" war eine wichtige Handelsstraße. Über sie kam Neues und Fremdes in das Land: Händler auf dem Weg zu den Märkten und Pilger auf ihrer Wallfahrt brachten ihre Waren und Geschichten ins Jagsttal. Die Offenheit und Übersichtlichkeit der "Hohen Straße" war auch der Grund für ihre Bedeutung. Für Händler und Pilger war nämlich der Weg durch unübersichtliche Wälder nicht ohne Gefahren.

"Hohe Straße", Winterstimmung
Außerdem diente die "Hohe Straße" auch als Heerstraße. Römische Legionen und alle folgenden Armeen, die in die großen und kleinen Kriege der Geschichte zogen, nutzen die strategisch günstige Wegführung auf dem Rücken zwischen Jagst und Kocher. Über die "Hohe Straße" konnten weite Entfernungen in kurzer Zeit zurückgelegt werden. Sie war eine Art "Schnellstraße" der damaligen Zeit. Auch dem heutigen Pilger bietet sie weite Ausblicke auf den vor ihm liegenden Weg.